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Grüß Gott,  

Die katholische Gemeinde St. Winfried im Pfarrverband Bonn-Süd begrüßt Sie als Besucher ihrerHomepage ganz herzlich.

Wir haben bewusst auch diesen Weg der Kommunikation gewählt, weil wir nicht nur unsere Gemeindemitglieder erreichen wollen, die hier wohnen oder die zu unserer Pfarrgemeinde eine Beziehung haben. Es geht uns auch darum, für alle erreichbar zu sein, die in unserer unmittelbaren Nachbarschaft ihren Arbeitsplatz haben (z.B. im Post-Tower ) oder demnächst haben werden.

Als katholische Pfarrgemeinde sehen wir darin eine Herausforderung, dass tausende Menschen täglich in nächster Nähe arbeiten. Wir laden Sie deswegen ein, unsere Kirche neben dem Post-Tower zu besuchen, um in den Pausen oder vor und nach der Arbeit an unseren Gottesdiensten teilzunehmen oder einfach in Ruhe eine schöpferische Pause zu machen. Wir würden uns darüber freuen.

In dieser Hinsicht gibt es schon eine gute Tradition aus der Zeit, als in unserer Umgebung noch das Regierungsviertel war. Seit nunmehr zwanzig Jahren trifft sich jeden Montag Mittag eine Gruppe von Interessierten, um die Anliegen in Politik und Gesellschaft durch das Gebet zu begleiten.

Wenn Sie in dieser Homepage weiterblättern, werden Sie feststellen, dass unsere Seite noch nicht ganz fertig ist. Wir sind jedoch dabei, sie Zug um Zug zu vervollständigen und zu aktualisieren. Schauen Sie doch immer wieder mal hinein, um etwas für Sie Interessantes zu entdecken.

Viele Bonner Bürger haben sich kürzlich bei einer Umfrage dafür ausgesprochen, den Post-Tower "Bonnifatius" zu "taufen". Vielleicht ist diese  - sicher humorig gemeinte -  Namensähnlichkeit mit unserem Pfarrpatron ein Zeichen, für ein gutes Neben- und Miteinander aller Menschen, die hier wohnen und arbeiten. Der "Apostel der Deutschen", der heilige Bonifatius hat nämlich erst als Bischof den Namen Bonifatius erhalten. Vorher hieß er Winfried; nach ihm ist unsere Gemeinde benannt.

Nun wünschen wir Ihnen alles Gute. Wir freuen uns auf eine Begegnung mit Ihnen in unserer Gemeinde.

Im Namen der Gemeinde

Pater Jacek, Pfarrvikar


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Ein herzliches Grüß Gott

 Beim Namen gerufen…

 

In unserer Marienkapelle liegt ein Buch aus, in das so manche Besucher in einer stillen Stunde ihre Anliegen, Sorgen, Nöte und Gebete hineinschreiben. Immer wieder nehmen wir diese Anliegen im Gottesdienst mit in unser gemeinsames Gebet.

Eine Eintragung vergesse ich nicht, wo kurz und lapidar stand: „Ich heiße Mike!“. Nichts weiter. Mich hat dieses Wort nicht losgelassen. Was wollte der Schreiber damit sagen? Mir kam es vor wie ein Notruf und ein Gebet zugleich – vielleicht so:

„Hör mal, mein Gott, Du siehst, dass es mir nicht gut geht. Erinnere Dich an meinen Namen und lass mich jetzt nicht allein. Du weißt doch: Ich heiße Mike!“

Dieser Beter möchte sich bei Gott wohl in Erinnerung bringen – menschlich gesprochen. Denn als gläubige Christen wissen wir: wir sind auf den Namen des dreifaltigen Gottes getauft, und unser Name ist mit ihm unlösbar verbunden. Unser Name begleitet uns nun ein Leben lang. Er gehört zu unserer Identität. Mit der Taufe hat uns Gott angesprochen und Mut gemacht: „Fürchte dich nicht, ich habe dich beim Namen gerufen, mein bist du.“ (Jes 43,1). Es ist gut zu wissen, dass unser Name in Gottes Hand geschrieben ist und dass wir alle seine geliebten Söhne und Töchter sind.

 

Diese Erfahrung hatte auch Maria Magdalena gemacht, die nach ihrer Heilung den Herrn als Jüngerin begleitet hat. Nach dem Kreuzestod Jesu war sie traurig; weinend steht sie am Ostermorgen vor dem Grab und sieht, dass es leer ist.

Und nun geschieht etwas Besonderes: während sie sucht und fragt, wo man denn den Leichnam Jesu hingelegt hat, spricht der Auferstandene sie mit ihrem Namen an: „Maria“. Nun erkennt sie Jesus, und dass er lebt. An der Grenze zwischen Trauer und Freunde, zwischen Tod und Leben steht die Begegnung mit dem Herrn, der sie beim Namen nennt.

In unzähligen Bildern und Büchern wird diese Szene dargestellt. Vielleicht spiegelt sich darin die Sehnsucht des Menschen, dass er auch beim Namen gerufen werden möchte, und damit Anerkennung und Wertschätzung erfährt. Vielleicht ist das auch die Sehnsucht des anfangs erwähnten Mike.

 

Aber es geht noch um viel mehr: da Gott jeden und jede einzeln beim Namen ruft, möchte er uns Mut machen, dass unser Leben mit Jesus gelingt, was auch immer passiert. Die österliche Botschaft verkündet uns: die Freude ist größer als alles Leid der Welt und das Leben ist stärker als der Tod.

In diesem Geiste wünschen wir Ihnen – auch im Namen meiner Mitbrüder – die Freude am Leben.

 

P. Jacek Styrcula

Pfarrvikar


   

 

                            


 

    

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